Steuerberaterverband Thüringen e.V.
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DStV adressiert Fristenproblem an Bundesfinanzminister Lindner

Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) hat die andauernd hohe pandemiebedingte Belastungssituation zum Anlass genommen, Bundesfinanzminister Christian Lindner für eine zeitnahe Lösung des Fristenproblems zu sensibilisieren. Bei Steuerpflichtigen bzw. ihren steuerlichen Beratern sowie seitens der Finanzverwaltung führt die Pandemie seit rund zwei Jahren zu einer Ausnahmesituation. Ziel sollten Entlastungen sein. Entlastungen, die kleine und mittlere Kanzleien und die Wirtschaft stützen. Entlastungen, die Bürgern zugutekommt. Entlastungen, die für alle kurzfristig eine positive Signalwirkung entfalten.

Der DStV fordert insbesondere:

  • Verlängerung der Abgabefristen für die Steuererklärungen 2020 bis Ende August 2022
  • Verzicht auf die Einleitung von Ordnungsgeldverfahren für die Veröffentlichung der Jahresabschlüsse 2020 für kleine und mittlere Kapitalgesellschaften bis 31.05.2022
  • Aussetzen der am 10.02.2022 fällig werdenden Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für von der Krise betroffene Unternehmer ohne Einfluss auf die gewährte Dauerfristverlängerung
  • Gesetzliche Regelung der Kompetenzen der Steuerberater im Bereich des Kurzarbeitergeldes
  • Branchenunabhängige steuerfreie Corona-Zahlung
  • Verbesserte Verlustverrechnung: Ausweitung des zeitlichen Rücktragzeitraums mindestens zurück bis in das Jahr 2016
  • Verlängerung des Investitionszeitraums nach § 7g Abs. 3 EStG auf mindestens sechs Jahre für die Fälle, in denen IAB für 2017, für 2018 und für 2019 gebildet wurden, die bisher nicht aufgelöst worden sind